15 November 2014 - 04:48
Freitagimam von Teheran fordert Volksabstimmung über die Zukunft von Bahrain

- Der Prediger des heutigen Freitaggebets, Ayatollah "Mohammad-Ali Mowahedi-Kermani" hat sich heute in Teheran für die Abhaltung einer Volksbefragung über die künftige Staatsordnung in Bahrain ausgesprochen.

Nur so könnten die Grundrechte der Bahrainer sichergestellt werden, betonte er in seiner Predigt zum Freitaggebet von Teheran. Kermani kritisierte dann die für den 22. November geplanten Parlamentswahlen in diesem Golfstaat und betonte, die Bahrainer werden sie boykottieren. Die Bürger von Bahrain würden nur an einer vom Klerus abgesegneten Volksabstimmung teilnehmen. Der Prediger des heutigen Freitaggebets verurteilte dann die Übergriffe der Sicherheitskräfte des "zionistischen Regimes" auf die al-Aqsa-Moschee und fügte hinzu, die anhaltenden Verbrechen des "zionistischen Regimes" in den besetzten Palästinensergebieten verursachen die Formierung einer weiteren Intifada. Ferner äußerte sich Ayatollah Kermani über den jüngsten Iran-bericht des UN-Sonderberichterstatters für Iran, Ahmed Shaheed, und sagte, wenn Shaheed tatsächlich Menschenrechtsverletzungen untersuchen will, dann solle er lieber nach Gaza oder nach Syrien gehen, um sich dort vor Ort die Stimmen unschuldiger Kinder und Frauen anzuhören. Weiter ging er auch auf die laufenden Atomverhandlungen zwischen Iran und "G5+1" ein und sagte, die Feinde haben keine andere Wahl, als mit Teheran zu verhandeln. Ayatollah Kermani machte dabei klar, dass Iran keinen Zentimeter von seinen Atomrechten zurückweichen wird. Er fügte hinzu, wenn Amerika der Meinung ist, dass kein Atomabkommen mit dem Iran besser sei als ein schlechtes, dann sagen wir auch, dem Iran ist kein Abkommen lieber, als er sich dem Druck der westlichen Staaten beugt.